Direktkredite

Mit einer Geldanlage in Form von Direktkrediten können Sie direkt dazu beitragen, dass bezahlbares, solidarisches Wohnen und ein soziales Projekt in Frankfurt am Main entstehen kann.

Direktkredite? – Was ist das?

Ihre Direktkredite sind eine Grundsäule der Finanzierung und dienen zusätzlich als Eigenkapital für weitere Bankkredite. Unser Minimalziel sind 800.000 €, mehr sind aber immer besser: Denn je geringer der Bankkredit, desto bezahlbarer der Wohnraum. Zusätzlich beantragen wir Förderungen, wie von der KfW oder für gefördertes Wohnen. Auch diese zählen in das Eigenkapital mit rein.

Die restlichen 5 Millionen Euro für die Umsetzung des Projektes investieren Banken. Auf vielen Schultern verteilt investiert jede*r was er*sie kann und vermindert so die finanzielle Belastung jedes einzelnen und den anschließenden Mietpreis. Denn: je geringer der Bankkredit, desto bezahlbarer der Wohnraum.

Kohle für KOLLE? – Warum eigentlich?

KOLLE steht nicht nur für dauerhaft günstige Mieten. KOLLE ist soziales Projekt und bezahlbarer Wohnraum in einem. Als Mietshäusersyndikatsprojekt geht es KOLLE nicht um Profite. KOLLE gehört keiner Einzelperson oder einem Immobilienunternehmen. KOLLE gehört allen, die drin wohnen. Mit KOLLE machen Sie was gegen den Mietenwahnsinn. Mit KOLLE entstehen aber auch Arbeitsräume für Kreative und Freiberufler*innen, Räume zum werkeln, basteln und sich auspropieren und einen Nachbarschaftstreff für Jung und Alt. KOLLE ist deshalb auch ein soziales Projekt, welches Platz für Bildung, Austausch und Kultur bietet.

Wer kann Geld bei uns anlegen?

Direktkredite sind Darlehen, die jede*r vergeben kann: Ob Projektmitglieder*innen, Freund*innen, Nachbar*innen, Bekannte, Verwandte, Unterstützer*innen, Vereine oder Unternehmen.

Und wie jetzt? – Direktkreditverträge mit KOLLE

Hierfür wird ein Kreditvertrag zwischen der unterstützenden Person und KOLLE geschlossen. Der Inhalt des Kreditvertrags, wie Laufzeit und Zinssatz, wird individuell ausgehandelt. Sie können entscheiden, welchen Zinssatz zwischen 0,0% und 1,2% Sie auf Ihren Kredit erhalten möchten.

Was muss ich als Kreditgeber*in wissen?

Direktkredite sind Nachrangdarlehen mit einer qualifizierten Rangrücktrittsklausel. Bankübliche Sicherheiten dürfen wir nicht garantieren. Die Klausel besagt zum einen, dass kein Geld zurückgezahlt und auch keine Zinsen gezahlt werden müssen, falls dadurch die Zahlungsfähigkeit von KOLLE gefährdet ist. Zum anderen sind wir im Fall einer Insolvenz des Projekts verpflichtet, zuerst andere nicht-nachrangige Gläubiger*innen, etwa Banken, zu bedienen, erst danach werden die Direktkreditgeber*innen ausbezahlt.

Was ist sonst noch wichtig?

Nachrangdarlehen, wie unsere Direktkredite, fallen unter die Bestimmungen des Kleinanlegerschutzgesetzes. In diesem Rahmen werden von KOLLE innerhalb von 12 Monaten nicht mehr als 100.000 Euro pro Vermögensanlage angenommen. Es besteht daher keine Prospektpflicht nach dem Vermögensanlagegesetz.

 

Wie kann ich Kolle einen Direktkredit geben?

  1. Senden Sie eine Email an info@kolle-frankfurt.de, wir beantworten gerne Ihre Fragen und schicken Ihnen einen Direktkreditvertrag zu.
  2. Den Direktkreditvertrag füllen Sie in zweifacher Ausführung aus, unterzeichnen ihn und schicken ihn an die Hausprojekt Kolle GmbH, Am Alten See 4, 60489 Frankfurt am Main.
  3. Wir unterzeichnen den Vertrag und schicken ein Exemplar des Vertrags mit der Zahlungsaufforderung an Sie zurück.

(mehr über Direktkredite könnt ihr in der 5. Folge unseres Podcasts erfahren)

Infografik Direktkredite version3

Mietshäusersyndikat

Die Häuser denen, die sie brauchen!

Unser Haus soll Platz für unterschiedlichste Menschen schaffen und gleichzeitig nicht auf dem Immobilienmarkt gehandelt werden. Es soll denen, die darin wohnen, ein auf lange Zeit bezahlbares und selbstbestimmtes Wohnen ermöglichen. Es soll ihnen den Gestaltungsspielraum über das Haus einräumen. Deshalb sind wir Teil des Mietshäusersyndikates.

Das Mietshäuser Syndikat ist ein bundesweiter Solidarverbund von aktuell ca. 146 rechtlich selbstständigen Wohnprojekten. Die Prinzipien des Mietshäuser Syndikats sind: Gemeineigentum, Selbstorganisation, Solidartransfer, Projektautonomie, Basisdemokratie, Engagement / Ehrenamt und Kapitalneutralisierung.

Selbstorganisierte Projekte erwerben gemeinschaftlich Häuser oder Grundstücke und überführen diese in Gemeineigentum, um langfristig bezahlbaren Wohnraum und Freiräume für Gruppen und Initiativen zu schaffen. Dabei unterstützt das Mietshäuser Syndikat neue Projekte und ist die gemeinsame Interessenvertretung nach Außen.

Nach dem Modell des Mietshäuser Syndikats besteht das einzelne Wohnprojekt aus einem Hausverein und der Haus-GmbH, die Eigentümerin des Hauses ist und das Objekt zur Nutzung an die Bewohner*innen vermietet. Der Hausverein ist mit einem Anteil von 51 % erster Gesellschafter der GmbH und verwaltet das Objekt (Satzung der Bewohner*innen). D.h., dass alle Mieter*innen gleichzeitig Vermieter*innen sind. Niemand wird individuelles Eigentum an Teilen des Hauses erlangen. Der zweite Gesellschafter ist das Mietshäuser Syndikat mit einem Anteil von 49 % und einem Vetorecht gegen Privatisierung/Reveräußerung, unsoziale Mieterhöhung, Vertragsänderungen und gegen alle anderen eventuellen unsolidarischen Prozesse. Durch die Stimmenparität von Hausverein und Mietshäuser Syndikat wird ein Verkauf dauerhaft verhindert und es ist sichergestellt, dass die Immobilie als kollektives Wohnobjekt erhalten bleibt.


“Das ist unser Haus!” from SEELAND Medienkooperative on Vimeo.